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Kompletter Text NWZ 13.05.2019 ------------------------------------------- Mooriem - Neuenbrok - An einer „Biologiestunde“ der ganz besonderen Art nahmen am Sonnabend in der gut besuchten Neuenbroker Klecksklause „Schülerinnen und Schüler“ teil, die gerne ein bisschen mehr über die „Vögel des Glücks“ erfahren wollten. In ihrer Konzertlesung „Cranes“ boten Edith Koschnick und Tailwind-Sänger Hendrik Locksley ihren Gästen keine trockene Schulstunde. Das Programm aus Information, Videoeinspielungen, Prosa und Lyrik, sowie Gesang mit Gitarrenbegleitung ermunterte die Kranichfreunde den locker gestalteten Abend interaktiv auch mit Fragen zu begleiten, die von Edith Koschnick nach ihrer sorgfältigen Vorbereitung auf das Thema umfassend beanwortet wurden. Seit hunderten von Jahren haben die scheuen Vögel auch in der Kunst einen hohen Stellenwert. Japanische und chinesische Maler hielten den Flug der Kraniche in zarten Farben fest. So ist überliefert, dass der berühmte chinesische Maler Huang Quan im Auftrag des Kaisers Kraniche so naturgetreu an die Palastwände malte, dass lebende Kraniche sie anbalzten und vor ihnen tanzten. Zeitgenössische Dichter setzten und setzen ihnen ein poetisches Denkmal und in informativen Sachbüchern ist alles über den „Vogel des Glücks“ nachzulesen. Gibt es angesichts dieser Fülle überhaupt noch Geheimnisse, die gelüftet werden wollen? Edith Koschnick hatte heraus gefunden, dass der Lyriker Carsten Linde in seinem Gedicht „Mit Kranichaugen“ noch viele Fragen hatte: „Gerne würde ich auch wissen, ob sie sich mit den Schnäbeln küssen, stimmt es, dass obwohl so scheu sie lebenslang sich bleiben treu?“ Darauf gab es natürlich keine schlüssigen Antworten, wohl aber Fakten zum Leben und zur Population: aktuell brüten in Nordeuropa 130.000 Kranichpaare, Deutschland ist die Brutheimat von über 9000 Paaren, von denen rund die Hälfte in Mecklenburg-Vorpommern brütet. In seinen Songs zum Thema „Cranes“ setzte Hendrik Locksley die Eigenschaften der „Vögel des Glücks“ musikalisch um: ihre Rufe, Sprünge und Tänze, ihre Flüge in großen Formationen und das mystische Flair, das die Kraniche umgibt, durchzogen die Stücke wie ein roter Faden. „Little Cranebird“: diesen Song hatte er bereits getextet und komponiert, bevor er auf der Wildvogelpflegestation im Teufelsmoor den Jungkranich „Grus“ kennen gelernt hatte. Die Videosequenzen zeigten, wie das Jungtier, begleitet und ermuntert von seiner Pflegerin, die ersten Flugversuche unternimmt und sich im „Kranichtanz“ übt. Und weil Kraniche Glück bringen, hatte sich Edith Koschnick mit der japanischen Origami-Technik vertraut gemacht und für jeden Gast einen Kranich gefaltet. Mit ihren Lieblingsgedichten Schillers „Kraniche des Ibykus“ und Wilhelm Buschs humorvoller Ballade „Der kluge Kranich“ beschloss die Klecksklausen-Chefin ihr Programm, und Hendrik hatte alle Eigenschaften, die Menschen und Tiere zum Überleben brauchen in seinem letzten Song „Resilience“ (Selbstvertrauen und Widerstandskraft) musikalisch umgesetzt. Im September 2019 werden Edith Koschnick und Hendrik Locksley auf Einladung von Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranichzentrums Groß Moordorf (Mecklenburg-Vorpommern), anlässlich der „21. Woche des Kranichs“ im Info-Zentrum ihre Konzertlesung „Cranes“ wiederholen.
Woche des Kranichs 2019 Groß Mohrdorf und Naturcamp Duvendiek
Zum Bericht über Bild
ELSFLETH / GROß MOHRDORF - Im Mai dieses Jahres hatten Edith Koschnik (Neuenbroker Klecksklause) und der Tailwind-Sänger und Gitarrist Hendrik Locksley zur Konzertlesung „Cranes“ in die „Klecksklause“ eingeladen. Im Programm stellte der Elsflether die neuen Songs seiner Cranes-CD vor und Edith Koschnick hatte Wissenswertes über die „Vögel des Glücks“ sowie Gedichte, Märchen und Balladen zusammengetragen. Die Beschäftigung mit dem Thema „Kraniche“ hatte Hendrik zuvor in die Wildvogelstation Teufelsmoor geführt. In der Wildvogelstation wurde ein junger Kranich von der Betreiberin der Station aufgezogen, der durch die Fehlprägung auf Menschen jeden Kontakt mit anderen Kranichen mied. Beim ersten Besuch lernte der Elsflether tatsächlich mit „Grus“, dem jungen Kranich, zu tanzen. Fasziniert von dieser Begegnung wandte sich Hendrik Locksley an den Biologen und Wissenschaftler Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranichzentrums des Naturschutzbundes in Groß-Mohrdorf in Mecklenburg-Vorpommern. Im diesem Zentrum, 14 Kilometer nordöstlich von Stralsund gelegen, gibt es eine ganzjährige Dauerausstellung über Kraniche. In der vorpommerschen Boddenlandschaft bereiten sich die Tiere im Herbst auf ihren langen Flug nach Südfrankreich, Portugal und Nordafrika vor. „Hier im Boddenbereich finden die Kraniche einen gedeckten Tisch und ein sicheres Schlafzimmer“, erläutert Günter Nowald. Zur 21. Woche des Kranichs in Ahrenshoop hatte Nowald die beiden Elsflether eingeladen, ihr Programm „Cranes“ vor interessierten Gästen aufzuführen. Nach der Konzertlesung wollten die Elsflether Besucher natürlich auch die „Vögel des Glücks“ persönlich erleben. Das hieß am folgenden Morgen: spätestens um 6 Uhr aufstehen und das „Kranorama“ in Altenpleen aufzusuchen. Das „Kranorama“ ist eine Kranichbeobachtungsstation am Günzer See. Dort stehen die freundlichen Ranger den Besuchern (und vielen Hobbyfotografen) gerne Rede und Antwort. Als die Elsflether Gäste in aller Frühe eintrafen, war die Beobachtungsstätte noch geschlossen, aber in der Morgendämmerung erlebten die beiden inmitten der Natur eine fast mystische Stimmung. Eine gute halbe Stunde war von den „Vögeln des Glücks“ weder etwas zu sehen, noch zu hören. Aber dann passierte es: Mit lauten Trompetenrufen kündigte sich ein Schauspiel an, dass Edith Koschnick und Hendrik Locksley eine Gänsehaut bescherte:  Zu Hunderten kamen die Tiere von ihren Schlafplätzen und flogen über die Köpfe der Elsflether hinweg zu ihrem Futterplatz. „Solch ein einmaliges Erlebnis prägt sich ganz fest ein“, zogen Edith Koschnick und Hendrik Locksley die Bilanz ihrer Kranichtour.
Das  Radio Jade  Interview  mit Hans-Dieter Friedrichs-Wattjes online abrufbar
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Kompletter Text NWZ 13.05.2019 ------------------------------------------- Mooriem - Neuenbrok - An einer „Biologiestunde“ der ganz besonderen Art nahmen am Sonnabend in der gut besuchten Neuenbroker Klecksklause „Schülerinnen und Schüler“ teil, die gerne ein bisschen mehr über die „Vögel des Glücks“ erfahren wollten. In ihrer Konzertlesung „Cranes“ boten Edith Koschnick und Tailwind-Sänger Hendrik Locksley ihren Gästen keine trockene Schulstunde. Das Programm aus Information, Videoeinspielungen, Prosa und Lyrik, sowie Gesang mit Gitarrenbegleitung ermunterte die Kranichfreunde den locker gestalteten Abend interaktiv auch mit Fragen zu begleiten, die von Edith Koschnick nach ihrer sorgfältigen Vorbereitung auf das Thema umfassend beanwortet wurden. Seit hunderten von Jahren haben die scheuen Vögel auch in der Kunst einen hohen Stellenwert. Japanische und chinesische Maler hielten den Flug der Kraniche in zarten Farben fest. So ist überliefert, dass der berühmte chinesische Maler Huang Quan im Auftrag des Kaisers Kraniche so naturgetreu an die Palastwände malte, dass lebende Kraniche sie anbalzten und vor ihnen tanzten. Zeitgenössische Dichter setzten und setzen ihnen ein poetisches Denkmal und in informativen Sachbüchern ist alles über den „Vogel des Glücks“ nachzulesen. Gibt es angesichts dieser Fülle überhaupt noch Geheimnisse, die gelüftet werden wollen? Edith Koschnick hatte heraus gefunden, dass der Lyriker Carsten Linde in seinem Gedicht „Mit Kranichaugen“ noch viele Fragen hatte: „Gerne würde ich auch wissen, ob sie sich mit den Schnäbeln küssen, stimmt es, dass obwohl so scheu sie lebenslang sich bleiben treu?“ Darauf gab es natürlich keine schlüssigen Antworten, wohl aber Fakten zum Leben und zur Population: aktuell brüten in Nordeuropa 130.000 Kranichpaare, Deutschland ist die Brutheimat von über 9000 Paaren, von denen rund die Hälfte in Mecklenburg-Vorpommern brütet. In seinen Songs zum Thema „Cranes“ setzte Hendrik Locksley die Eigenschaften der „Vögel des Glücks“ musikalisch um: ihre Rufe, Sprünge und Tänze, ihre Flüge in großen Formationen und das mystische Flair, das die Kraniche umgibt, durchzogen die Stücke wie ein roter Faden. „Little Cranebird“: diesen Song hatte er bereits getextet und komponiert, bevor er auf der Wildvogelpflegestation im Teufelsmoor den Jungkranich „Grus“ kennen gelernt hatte. Die Videosequenzen zeigten, wie das Jungtier, begleitet und ermuntert von seiner Pflegerin, die ersten Flugversuche unternimmt und sich im „Kranichtanz“ übt. Und weil Kraniche Glück bringen, hatte sich Edith Koschnick mit der japanischen Origami-Technik vertraut gemacht und für jeden Gast einen Kranich gefaltet. Mit ihren Lieblingsgedichten Schillers „Kraniche des Ibykus“ und Wilhelm Buschs humorvoller Ballade „Der kluge Kranich“ beschloss die Klecksklausen-Chefin ihr Programm, und Hendrik hatte alle Eigenschaften, die Menschen und Tiere zum Überleben brauchen in seinem letzten Song „Resilience“ (Selbstvertrauen und Widerstandskraft) musikalisch umgesetzt. Im September 2019 werden Edith Koschnick und Hendrik Locksley auf Einladung von Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranichzentrums Groß Moordorf (Mecklenburg-Vorpommern), anlässlich der „21. Woche des Kranichs“ im Info-Zentrum ihre Konzertlesung „Cranes“ wiederholen.
Woche des Kranichs 2019 Groß Mohrdorf und Naturcamp Duvendiek
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ELSFLETH / GROß MOHRDORF - Im Mai dieses Jahres hatten Edith Koschnik (Neuenbroker Klecksklause) und der Tailwind-Sänger und Gitarrist Hendrik Locksley zur Konzertlesung „Cranes“ in die „Klecksklause“ eingeladen. Im Programm stellte der Elsflether die neuen Songs seiner Cranes-CD vor und Edith Koschnick hatte Wissenswertes über die „Vögel des Glücks“ sowie Gedichte, Märchen und Balladen zusammengetragen. Die Beschäftigung mit dem Thema „Kraniche“ hatte Hendrik zuvor in die Wildvogelstation Teufelsmoor geführt. In der Wildvogelstation wurde ein junger Kranich von der Betreiberin der Station aufgezogen, der durch die Fehlprägung auf Menschen jeden Kontakt mit anderen Kranichen mied. Beim ersten Besuch lernte der Elsflether tatsächlich mit „Grus“, dem jungen Kranich, zu tanzen. Fasziniert von dieser Begegnung wandte sich Hendrik Locksley an den Biologen und Wissenschaftler Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranichzentrums des Naturschutzbundes in Groß-Mohrdorf in Mecklenburg-Vorpommern. Im diesem Zentrum, 14 Kilometer nordöstlich von Stralsund gelegen, gibt es eine ganzjährige Dauerausstellung über Kraniche. In der vorpommerschen Boddenlandschaft bereiten sich die Tiere im Herbst auf ihren langen Flug nach Südfrankreich, Portugal und Nordafrika vor. „Hier im Boddenbereich finden die Kraniche einen gedeckten Tisch und ein sicheres Schlafzimmer“, erläutert Günter Nowald. Zur 21. Woche des Kranichs in Ahrenshoop hatte Nowald die beiden Elsflether eingeladen, ihr Programm „Cranes“ vor interessierten Gästen aufzuführen. Nach der Konzertlesung wollten die Elsflether Besucher natürlich auch die „Vögel des Glücks“ persönlich erleben. Das hieß am folgenden Morgen: spätestens um 6 Uhr aufstehen und das „Kranorama“ in Altenpleen aufzusuchen. Das „Kranorama“ ist eine Kranichbeobachtungsstation am Günzer See. Dort stehen die freundlichen Ranger den Besuchern (und vielen Hobbyfotografen) gerne Rede und Antwort. Als die Elsflether Gäste in aller Frühe eintrafen, war die Beobachtungsstätte noch geschlossen, aber in der Morgendämmerung erlebten die beiden inmitten der Natur eine fast mystische Stimmung. Eine gute halbe Stunde war von den „Vögeln des Glücks“ weder etwas zu sehen, noch zu hören. Aber dann passierte es: Mit lauten Trompetenrufen kündigte sich ein Schauspiel an, dass Edith Koschnick und Hendrik Locksley eine Gänsehaut bescherte:  Zu Hunderten kamen die Tiere von ihren Schlafplätzen und flogen über die Köpfe der Elsflether hinweg zu ihrem Futterplatz. „Solch ein einmaliges Erlebnis prägt sich ganz fest ein“, zogen Edith Koschnick und Hendrik Locksley die Bilanz ihrer Kranichtour.

Das Radio Jade Interview mit

Hans-Dieter Friedrichs-Wattjes

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